Warum ich mich mit Archetypen beschäftige und was Märchen uns über unseren eigenen Lebensweg erzählen können.
Was sind das eigentlich für Bilder, die uns in unserem Leben begleiten? Welche inneren Vorstellungen tragen wir in uns davon, wie ein Mensch sein sollte? Welche Haltungen, Werte und Verhaltensweise prägen uns – oft ohne dass wir uns dessen bewusst sind?
Mit diesen Fragen beschäftige ich mich seit nun gut drei Jahrzehnten in meiner Märchenarbeit. Und je länger ich mit Märchen arbeite, desto deutlicher wird für mich: Märchen und Archetypen gehören ganz wesentlich zusammen.
Der Begriff des Archetyps ist vor allem mit dem Namen des Psychoanalytikers C. G. Jung verbunden. Jung beschrieb Archetypen als grundlegende Muster und Urbilder, die sich in den unterschiedlichsten Kulturen und Zeiten wiederfinden. Sie begegnen uns in Träumen, mythen, Religionen und eben auch in den Märchen.
Für mich sind Archetypen keine Schulbladen, in die wir Menschen einordnen können. Sie sind auch keine festen Rollen, die uns vorschreiben, wie wir zu sein haben. Vielmehr verstehe ich sie als innere Bilder und Kräfte, die uns prägen. Genau hier wird es für mich spannend: Weil wir viele dieser Bilder in uns tragen können sie uns prägen, uns Orientierung geben, uns aber auch begrenzen. Manche Archetypen leben wir bewusst, andere eher unbewusst. Manche möchten wir vielleicht sein, andere lehnen wir ab. Und manchmal entdecken wir im Laufe unseres Lebens ganz neue Seiten an uns.
Zwischen Mutter Erde und Vater Himmel
Wir kommen nicht voraussetzungslos auf diese Erde. Unser erster Weg in die Welt führt durch den Körper unserer Mutter. Wir werden durch sie und von ihr getragen, ernährt und geboren. Gleichzeitig erleben wir die Welt auch in einer Polarität, die sich in uralten Bildern wiederfindet: Mutter Erde und Vater Himmel. Das Mütterliche und das Väterliche sind dabei keine Eigenschaften, die Männern oder Frauen vorbehalten wären. Es handelt sich um archetypische Bilder und Kräfte, die wir alle in uns tragen können.
Das Mütterliche kann beispielsweise für Nähren, Empfangen, Verbundenheit, Geborgenheit und Leben stehen. Das Väterliche kann für Aufrichtung, Orientierung, Schutz, Grenze und den Schritt hinaus in die Welt stehen.
Wie wir diese Qualitäten erleben, hängt natürlich auch von unseren persönlichen Erfahrungen ab. Wir werden durch unsere Eltern und unsere Familie geprägt. Wir entwickeln ein Mutterbild und ein Vaterbild. Und diese inneren Bilder begleiten uns oft ein Leben lang. Es ist nicht von ungefähr, dass uns Mütter und Väter auch in den Märchen so häufig begegnen. Wie in unserem Leben stehen Mutter und Vater auch im Märchen am Anfang einer Geschichte, eines Lebensweges. Manchmal sind sie liebevoll und schützend, manchmal versagen sie, sind abwesend oder schicken das Kind sogar hinaus in die Welt.
Das ist kein Zufall. Denn auch unser eigenes Leben beginnt mit einer Ausgangssituation, die wir uns nicht ausgesucht haben. Wir werden in eine Familie, eine Zeit, eine Kultur und eine bestimmte Lebenssituation hineingeboren. Und von dort beginnt unsere eigene Reise.
Wir wachsen in die Welt hinein
Gerade in den ersten Lebensjahren und im ersten Lebensabschnitt geht es zunächst darum, die Welt zu entdecken und zu ergreifen – im wahrsten Sinne des Wortes. Wir lernen unseren Körper kennen, wir richten uns auf, wir greifen nach Dingen. Wir lernen zu sprechen und uns zu bewegen. Wir entdecken Grenzen und Möglichkeiten. Wir treten in Beziehung – zu unseren Eltern, Geschwistern und anderen Menschen. Aber auch zur Natur und zu allem, was uns umgibt: zu Tieren, Pflanzen, Landschaften, Wetter, Jahreszeiten, den Dingen, die wir anfassen und mit denen wir umgehen. Wir lernen die Welt kennen, indem wir uns mit ihr auseinandersetzen. Und genau von diesen Beziehungen erzählen uns die Märchen in ihre bildhaften Symbolsprache.
In einer Welt des Märchens ist nichts einfach nur Kulisse. Der Wald ist nicht nur ein Wald. Ein Brunnen ist nicht nur ein Brunnen. Ein Weg ist nicht nur ein Weg. Ein Haus, ein Berg, ein Tier, ein Schlüssel oder eine Tür können zu einem Symbol, zu einer Metapher werden und dabei etwas in uns zum Klingen bringen. Ein wenig erinnert das an an alte Naturreligionen und Weltbilder, in denen die Welt als beseelt erfahren wurde: Himmel und Erde, Tiere, Pflanzen, Quellen und Berge waren nicht bloße Dinge, sondern standen in Beziehung zum Menschen und trugen ihre eigene Bedeutung.
Auch die Märchen bewegen sich in dieser Welt.
Das Leben als Heldenreise
Irgendwann reicht es nicht mehr nur aus, die Welt kennenzulernen. Nach dem ersten Lebensabschnitt müssen wir als junge Erwachsene unseren eigenen Weg finden. Also gehen wir hinaus. Wir probieren aus, wir gehen Beziehungen ein, wir treffen Entscheidungen. Wir wollen etwas erreichen. Dabei werden wir immer wieder auch scheitern, so etwas wie Schuld und Gelingen erleben. Es ist ein Rhythmus, den wir alle, die diesen Weg gehen gut kennen: Immer wieder werden wie etwas verlieren und müssen neu beginnen, werden wir etwas erreichen und neu gewinnen. Wir machen Erfahrungen – manchmal freiwillig, manchmal werden wir durch das Leben dazu gezwungen. Und immer wieder stehen wir vor der Aufgabe, uns neu aufzurichten.
Deshalb empfinde ich den Gedanken der Heldenreise als so hilfreich: Das ganze Leben kann als eine große Heldenreise verstanden werden. Gleichzeitig besteht unser Leben aus vielen kleinen Heldenreisen: Ein Schulabschluss, eine Ausbildung, eine Beziehung, eine Trennung, eine Krankheit, ein beruflicher Neuanfang, ein Abschied, eine Krise oder eine neue Lebensaufgabe können jeweils zu einer eigenen Reise werden.
Wir verlassen Vertrautes, begegnen dem Unbekannten, müssen Prüfungen bestehen, bekommen Unterstützung, verlieren manchmal den Weg und finden ihn wieder. Und irgendwann kehren wir verändert zurück.
König und Königin – das eigene Reich
Die Märchen erzählen häufig davon, dass ein Mensch am Ende seiner Entwicklung ein eigenes Reich gewinnt oder eine Verbindung mit einer Königin oder einem König eingeht. In meiner Arbeit mit Archetypen in den Märchen geht es dabei nicht um macht über andere. Es geht um Selbstführung und die Frage: Was bedeutet es eigentlich, König oder Königin des eigenen Lebens zu sein? Was ist mein Reich?
Es beginnt bei meinem eigenen Körper. Es umfasst meine Gedanken und Gefühle, meine inneren Bilder und Vorstellungen, meine Beziehungen, mein Zuhause, meine Arbeit und die Art, wie ich mein Leben führe.
Die Archetypen des Königs und der Königin kann ich mit folgenden Fragehaltungen erforschen:
- Was gehört zu mir?
- Wofür trage ich Verantwortung?
- Was muss ich schützen?
- Wo brauche ich eine Grenze?
- Was darf wachsen?
- Und was muss ich vielleicht auch loslassen?
Der König steht für mich dabei unter anderem für Ordnung, Schutz, Verantwortung und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen. Die Königin bringt andere Qualitäten hinein: Würde, Selbstachtung, Maß, Empfangen, Beziehung und innere Souveränität.
Wie bei allen Archetypen so gilt auch hier: Diese Archetypen sind nicht an unser Geschlecht gebunden.
Wir alle tragen königliche und königliche beziehungsweise weibliche und männliche Kräfte in uns. Die spannende Frage ist deshalb nicht: Bin ich eher König oder Königin?
Sondern: Welche dieser Kräfte leben bereits in mir? Welche fehlen mir vielleicht? Welche möchte ich entwickeln? Und welches Bild davon, wie ich sein sollte, habe ich vielleicht übernommen, ohne zu prüfen, ob es wirklich meines ist?
Held und Heldin – unterschiedliche Wege, ein gemeinsamer Raum
Auch der Archetyp des Helden oder der Heldin stellt für mich keine einfache Geschlechterrolle dar. Vielmehr können wir uns anschauen, welche unterschiedlichen Bewegungen eine Heldenreise haben kann und welche davon wir in unserem eigenen Leben kennen.
Wenn wir die Figur des Helden oder der Heldin in einem Märchen betrachten bewegen wir meistens in uns selbst die Fragen:
- Was treibt mich an?
- Wie gehe ich mit Herausforderungen um?
- Kämpfe ich? Fliehe ich? Suche ich Hilfe? Wage ich mich ins Unbekannte? Kann ich etwas annehmen? Kann ich mich verwandeln?
Wenn wir uns mit Märchenhelden auseinandersetzen und mit dem, was sie erleben, woran sie scheitern und sich wieder aufrichten in Resonanz gehen, können wir vielleicht auch etwas ganz wesentliches in uns selbst entdecken: Nämlich den Unterschied zwischen dem Menschen, der wir sein möchten, und dem Menschen, der wir tatsächlich sind. Gerade darin liegt für mich ein großes Potenzial der Märchenarbeit: Ein Märchen fordert uns nicht dazu auf, eine bestimmte Rolle zu übernehmen, es lädt uns vielmehr ein, uns selbst zu betrachten.
Die Spache der Märchen – eine Sprache der Bilder
Märchen bedienen sich einer Symbolsprache, in der innere Erfahrungen, Gefühle und Gedanken so ausgedrückt werden, als ob es sich um sinnliche Wahrnehmungen und Ereignisse in der Außenwelt handelte, so schreibt der Psychoanalytiker und Sozialpsychologe Erich Fromm in seinem Buch „Märchen, Mythen und Träume“ und er weist ausdrücklich darauf hin, dass er es von äußerster Wichtigkeit halte, dass wir Menschen diese Sprache wieder verstehen lernen. Ich finde diesen Gedanken bis heute faszinierend. Denn wir sprechen selbst ständig in Bildern – ohne darüber nachzudenken. Wenn wir sagen: „Das sticht mir ins Auge.“ Oder: „Das springt mich förmlich an.“, dann benutzen wir Bilder, um etwas auszudrücken, für das manchmal sogar die nüchterne Sprache nicht ausreicht.
Wir wissen oft gar nicht mehr, woher solche Redewendungen kommen. Und Sprache verändert sich. Manche Bilder verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung, andere bekommen im Laufe der Zeit eine neue. So wie Sprache lebendig ist, ist auch die Bildsprache lebendig. Und genau deshalb können Märchen uns in unterschiedlichen Lebensaltern immer wieder von neuem etwas anderes erzählen.
Märchen haben viele Wahrheiten
Ein Märchen, das mich mit zwanzig Jahren berührt, kann mir mit fünfzig etwas ganz anderes sagen. Vielleicht lese ich es als junge Frau und erkenne darin meinen Wunsch nach Freiheit. Zehn Jahre später entdecke ich darin meine Beziehung zu einem anderen Menschen. Und im höheren Alter erzählt mir dasselbe Märchen plötzlich etwas über Abschied, Loslassen oder Rückkehr. Dabei hat das Märchen sich nicht verändert – Ich habe mich verändert.
Deshalb möchte ich Märchen auch nicht auf eine einzige „richtige“ Interpretation festlegen. Sie sind vielschichtig. Ihre Bilder können auf unterschiedlichen Ebenen wirken – psychisch, seelisch, biografisch und manchmal auch spirituell.
Märchen und Natur – innere Bilder werden greifbar
In meiner Arbeit verbinde ich deshalb die Märchenarbeit mit Naturerfahrung und Symbolarbeit.
Ein Märchenbild lebt zunächst in unserer inneren Vorstellungswelt. In der Natur können wir einem solchen Bild dagegen ganz unmittelbar begegnen: Wir können einen alten Baum berühren, einen Weg entlanggehen. eine Grenze wahrnehmen, einen Bach überqueren. Wir betrachten einen Samen und nehmen einen Stein in die Hand. Die Natur macht innere Bilder manchmal sichtbar und greifbar, und plötzlich wird aus einem Gedanken eine Erfahrung. Aus einem Symbol wird etwas, das wir mit unseren Sinnen wahrnehmen können: Das Innere bekommt ein äußeres Gegenüber. Und umgekehrt kann ein äußeres Naturerlebnis etwas in unserem Inneren in Bewegung bringen.
Genau diese Verbindung von Märchen, Natur und eigener Biografie ist ein wesentlicher Teil meiner Arbeit. Sie ist für mich eine besondere Qualität der Verbindung von Märchen und Natur.
Die zweite Lebenshälfte – der Weg zurück
Leise und fast unbemerkt mündet oft unser Leben in die sogenannte zweite Lebenshälfte ein.
In der ersten Lebenshälfte geht es vor allem darum, in die Welt hineinzuwachsen. Wir wollen etwas erleben, aufbauen, erreichen, gestalten. Jetzt, in der zweiten Lebenshälfte verändert sich die Richtung unserer Reise. Wir merken es daran, dass zunehmend andere Fragen in uns auftauchen:
- Was ist wirklich wesentlich?
- Was brauche ich noch?
- Was darf ich loslassen?
- Was möchte sich verwandeln?
- Was sollte vielleicht noch erlöst oder befriedet werden?
- Wie möchte ich älter werden?
- Und was kann ich aus meinem Leben an andere weitergeben?
Wir werden älter und unser Körper erinnert uns unübersehbar daran, dass wir nicht ewig in derselben Weise in der Welt stehen können. Unser Körper wird schwerer, langsamer, manchmal schmerzhaft und sperrig. Das kann eine Einladung sein, genauer hinzuschauen – Nicht nur auf den Körper, sondern auf Körper, Seele und Geist.
Nun geht es immer weniger darum, immer mehr zu erreichen, sondern darum, Ballast abzugeben und Wesentliches mitzunehmen. Der Blick wendet sich langsam zurück zu dem, wo wir hergekommen sind und auch zu dem, wohin wir wieder hingehen werden.
Der Weg der Seele
Manche Märchen lassen sich als kleine Heldenreisen lesen. Andere können wir – wenn wir sie aus einem anderen Blickwinkel betrachten – als eine große Reise verstehen: von der Geburt über das Leben und die Wandlung bis zum Tod. Der Weg der Seele in die Welt – und irgendwann der Weg wieder hinaus. Das ist für mich keine festgelegte religiöse Aussage. Es ist ein Bild für den Weg der Seele in die Welt – und wieder hinaus. Das bedeutet nicht, dass jedes Märchen diese eine Deutung haben muss. Gerade das ist ja die Schönheit dieser alten Geschichten: Sie lassen uns Spielraum. Sie können uns in unterschiedlichen Lebensphasen begleiten und immer wieder neue Fragen stellen.
Das Märchen kann deshals nicht nur wie eine Geschichte gelesen werden sondern viel tiefer verstanden werden als ein Spiegel für unseren eigenen Weg.
Warum Märchen gerade heute wichtig sind
Wir leben in einer Zeit, in der vieles wieder stärker in Gegensätzen gedacht wird.
- Schwarz oder Weiß.
- Richtig oder falsch.
- Liebe oder Hass.
Dazwischen, so scheint es mir, bleibt manchmal immer weniger Raum für echte Begegnung und Auseinandersetzung. Ich erlebe eine zunehmende Härte im gesellschaftlichen Miteinander, Zwischentöne gehen verloren, Mitgefühl und Empathie scheinen es schwerer zu haben.
Wir brauchen gerade deshalb wieder Räume, in denen wir nicht sofort urteilen müssen.
Märchen können ein solcher Raum sein.
Sie erzählen von Gut und Böse, von Licht und Dunkelheit, von Mut und Angst, von Schuld und Vergebung. Sie tun dies in Bildern, und diese Bilder lassen und lehren uns (wieder) selbst denken, fühlen und suchen.
Für mich ist der Weg des Märchens ein Weg des Herzens und ein Weg der Seele. Gerade nicht, weil Märchen uns fertige Antworten geben, sondern weil sie uns helfen können, wieder Fragen zu stellen.
Meine Archetypen-Reihe
Aus diesem Anliegen heraus ist meine Reihe zu den Archetypen entstanden. Ich möchte einzelne archetypische Bilder aus den Märchen herauslösen und sie genauer betrachten.
Begonnen habe ich mit dem Mutter- und Vaterarchetyp. Es folgen daraus weitere Themen wie König und Königin, Held und Heldin.
Dabei geht es mir nicht darum, Menschen in Rollen einzuteilen. Im Gegenteil: Es geht darum, die verschiedenen Kräfte und Bilder, die wir alle in uns tragen, bewusst zu machen und in uns über ein Märchenbild wahrzunehmen.
- Wie begegnen diese Archetypen einander in einem Märchen?
- Was geschieht zwischen ihnen?
- Welche Entwicklung wird dadurch angestoßen?
- Was hat das mit meinem eigenen Leben zu tun?
In meinen Online-Retreats verbinde ich die Archetypenarbeit mit Märchen, Naturerfahrung und Symbolarbeit. So entsteht ein Raum, in dem wir nicht nur über uns nachdenken, sondern uns selbst auf eine andere Weise begegnen können. Wir können dabei etwas entdecken, das schon lange in uns liegt. Wir können eine neue Perspektive auf eine alte Geschichte entwickeln. Und es kann sogar sein, dass eine Geschichte plötzlich ganz anders zu sprechen beginnt als noch vor einigen Jahren.
Die dunklere Jahreszeit – eine gute Zeit für Märchen
Gerade der Herbst und Winter laden dazu ein, uns unseren Innenräumen und -welten zuzuwenden. Die Natur zieht sich zurück. Das äußere Leben wird stiller. Die Tage werden kürzer und die Dunkelheit nimmt zu. Es ist eine Zeit, geradezu wunderbar dafür gemacht, uns wieder stärker nach innen zu wenden. Nicht umsonst liegen viele unserer alten Feste – vorchristliche ebenso wie christliche – in dieser Zeit des Jahres. Allesamt sind sie voller Bilder und Symbole. Sie erzählen von Dunkelheit und Licht, Abschied und Neubeginn, Tod und Leben.
Die dunkle Jahreszeit ist deshalb besonders geeignet, sich wieder auf die eigenen inneren Bilder einzulassen: Sich hinzusetzen, zu lesen, zu lauschen.
Meine Empfehlung: Lass Dich einmal ganz bewusst auf ein Märchen ein; versuche es nicht zu verstehen, sondern lasse es auch auf Dich wirken. Und nimm dabei die Fragen mit:
- Welcher Archetyp begleitet mich gerade auf meinem Weg?
- Welche Kraft möchte in mir wachsen?
- Was darf sich verwandeln?
- Was möchte ich auf meinem weiteren Lebensweg mitnehmen?
Märchen können uns auf unserem Lebensweg immer wieder neu begleiten. Sie erzählen von Menschen, die aufbrechen, sich verirren, Prüfungen bestehen, Hilfe finden, scheitern, sich verwandeln und wieder heimkehren. Sie erzählen letztlich von uns –
Von unserem Leben.
Von unseren Wandlungen.
Und vom Weg unserer Seele.
Ich lade Dich herzlich ein, Dich gemeinsam mit mir auf diese Reise zu begeben und die Archetypen in den Märchen, in der Natur und in Deinem eigenen Leben neu zu entdecken.

